DeutschEnglishFrançais 

     
 News
 Für Unternehmen
 Für Hochschulen
 Für Agenturen
 Für Werbeanbieter
 Für Studierende
 Wir über uns
 Treffen Sie uns!
 Karriere
 Job-Dispo





Kontakt


Go! Uni-Werbung AG
Fürstenlandstr. 35
9000 St. Gallen
+41 71 244 10 10

info@go-uni.com






DISCLAIMER

CH: Schluss mit Webkopie – Uni-Zürich entlarvt Schummler

Arbeiten im Internet einfach abschreiben - auf diese Idee soll an der Uni Zürich niemand mehr kommen. Ein Computerprogramm soll Kopierende und ihre Plagiate enttarnen.

Den Studierenden der Universität Zürich wird es immer wieder eingebläut: Abschreiben lohnt sich nicht. Wenn herauskommt, dass Textpassagen aus anderen Arbeiten kopiert wurden, droht im schlimmsten Fall der Ausschluss.

Die Chance, dass Schummler erwischt werden, steigt an der Uni Zürich ab nächstem Semester. Die Hochschule hat sich entschieden, dann das Softwareprogramm Docoloc zu installieren. Docoloc überprüft die übermittelten Arbeiten auf übereinstimmende Stellen mit Texten im Internet und in den auf dem Server abgelegten Arbeiten. Damit vereinfacht sich die Suche nach Plagiaten sehr: Die eigens für mögliche Schummelfälle eingesetzten Kontrollpersonen an den Instituten müssen die Arbeiten nur noch einscannen.

Internet mit vielen Verführungen

Otfried Jarren, Prorektor der Uni, erhofft sich von der Software vor allem eines: eine Sensibilisierung der Studierenden. «Wir wollen nicht alle Arbeiten kontrollieren - das wäre absurd.» Überprüft würden nur verdächtige Arbeiten. Und dies erst, nachdem der Verfasser der Arbeit auf ein mögliches Plagiat angesprochen worden sei. Einige Studierende geben mit jeder eingereichten Arbeit schriftlich ihr Ehrenwort ab, dass sie nicht abgeschrieben haben.

An der Uni sind Schummler bisher selten - oder zumindest selten aufgeflogen. Otfried Jarren spricht von einer Handvoll Fälle. Mit der Einführung der Software will die Uni verhindern, dass die Zahl steigt. Denn mit dem Internet mehren sich die Möglichkeiten zu kopieren, die Versuchung zum «Copy Paste» steigt. «Wir sollten das Internet nicht verdammen», sagt Jarren. «Aber wir müssen lernen, mit den neuen Gegebenheiten umzugehen.»

Anonymität gewährleisten

Softwareprogramme wie Docoloc sind nicht über alle Zweifel erhaben; das weiss auch die Universität. So speichert Docoloc die Arbeiten auf einem Server ab. Entpuppt sich ein Verdacht als unbegründet, bleibt der Verfasser mitsamt seinem Werk auf dem Server verewigt. Die Uni will die Verdachtsfälle deshalb nur anonymisiert einscannen, um den Personenschutz zu wahren, so Jarren. Auch entdecken die Programme nicht alle Plagiate. Sie können etwa nicht verhindern, dass Studierende ganze Arbeiten bei zahlungspflichtigen Archiven einkaufen. Denn Docoloc basiert auf der Datenbasis von Google und findet nur, was Google findet. «Vertrauen steht noch immer an erster Stelle», sagt Jarren.

Doch sollte die Zahl der Schummler steigen, würde die neue Software wohl merklich häufiger und früher eingesetzt. Auch bei der ETH Zürich ist die Anschaffung einer Anti-Schummel-Software bereits Thema.











Druckversion anzeigen  Druckversion

  21.06.2010

 
Auftragsportal

Zum Login

Newsletter

 

 
 

Partner